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Krawatte: Woher kommt das?

Die Krawatte stammt aus Kroatien: Sie geht auf kroatische Soldaten von der Habsburger Militärgrenze zurück. Ihre geknoteten Halstücher fielen im Dreißigjährigen Krieg den Parisern auf, und Frankreich machte daraus die cravate, den Vorfahren aller Krawatten.

Die Halstücher der Kroaten

Während des Dreißigjährigen Kriegs (1618–1648) dienten kroatische Söldner von der Militärgrenze, einem Grenzland der Habsburger, in Frankreich. Zu ihrer traditionellen Ausrüstung gehörten kleine, geknotete Halstücher, und die Pariser waren fasziniert. Im 17. Jahrhundert wurde „Kroate“ recht locker gebraucht: Es war weniger eine ethnische Bezeichnung als ein Name für leichte Reiterei von der Grenze, in deren Reihen auch Ungarn, Serben, Polen und andere ritten.

Von Croate zu cravate

Das Französische übernahm das Wort aus dem deutschen Krabate, das seinerseits vom kroatischen Hrvat, „Kroate“, kommt, und aus dem Tuch wurde eine cravate. Der junge Ludwig XIV. begann um 1646, im Alter von sieben Jahren, eine Spitzenkrawatte zu tragen, und der französische Adel folgte ihm. In den 1650er-Jahren kamen Krawatten in Mode, meist aus Spitze oder aus spitzenbesetztem Leinen, und verbreiteten sich bald in ganz Europa; als Karl II. 1660 aus dem Exil nach England zurückkehrte, brachte er das neue Wort mit.

Warum viele auf Paris tippen

Paris machte die Krawatte modern, und Frankreich gab ihr den Namen, also ist der Tipp verständlich. In den folgenden Jahrhunderten wurde aus dem Spitzenhalstuch die schmale Krawatte. 1922 begann der amerikanische Krawattenmacher Jesse Langsdorf, den Stoff schräg zum Fadenlauf zuzuschneiden und in drei Teilen zu nähen, damit die Krawatte vom Knoten gerade herabhängt, und seine Methode ist bis heute Standard. Kroatien hält die ältere Geschichte lebendig: 2008 erklärte sein Parlament den 18. Oktober zum Krawattentag.

Quellen: en.wikipedia.org › Necktie ↗ · en.wikipedia.org › Cravat (early) ↗ · etymonline.com ↗ · sabor.hr ↗

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