Whence
Panamahut
Mode

Panamahut: Woher kommt das?

Der Panamahut stammt aus Ecuador. Er wird an Orten von Montecristi nahe der Pazifikküste bis Cuenca in den Anden von Hand aus Toquilla-Stroh geflochten, und seinen irreführenden Namen bekam er von dem Ort, an dem Reisende ihn kauften.

Aus Toquilla-Stroh geflochten

Die Hüte entstehen aus den Blättern von Carludovica palmata, der Toquilla-Palme, einer palmenähnlichen Pflanze der Küste Ecuadors. Bauern ernten die Stiele, lösen die Faser von der grünen Außenhaut, kochen sie, trocknen sie und bleichen sie über einem Holzfeuer mit Schwefel. Dann flechten Flechter Krone und Krempe; je nach Feinheit dauert ein Hut zwischen einem Tag und acht Monaten. 2012 nahm die UNESCO das Flechthandwerk in die Liste des immateriellen Kulturerbes der Menschheit auf.

Verkauft auf der Landenge

Im 19. Jahrhundert wurden Ecuadors Strohhüte, wie viele südamerikanische Waren, zuerst zur Landenge von Panama verschifft und von dort weiterverkauft, und so bekamen sie den Namen des Verkaufsorts. Der Ausdruck „Panama hat“ ist spätestens 1828 gedruckt belegt. Mit dem kalifornischen Goldrausch boomte der Handel: Goldsucher, die auf dem Weg nach Kalifornien die Landenge überquerten, brauchten einen Hut gegen die Sonne, und 1850 erreichten die Exporte geflochtener Strohhüte in die USA 220.000 Stück im Jahr.

Warum viele auf Panama tippen

Die Arbeiter am Panamakanal trugen die Hüte gegen die sengende Sonne, und 1906 inspizierte Präsident Theodore Roosevelt die Kanalbaustelle in einem weißen Leinenanzug und mit einem der ecuadorianischen Hüte. Die Fotos lösten eine Mode aus. Panama hat durchaus einen eigenen traditionellen Strohhut: den pinta'o aus der Provinz Coclé, mit eingeflochtenen dunklen Mustern, den die UNESCO 2017 in ihre Liste aufnahm.

Quellen: en.wikipedia.org ↗ · ich.unesco.org ↗ · smithsonianmag.com ↗

Mehr Kleidung & Mode

Mehr aus Südamerika