Monterey-Kiefer: Woher kommt das?
Die Monterey-Kiefer stammt von der Zentralküste Kaliforniens. Wild wächst sie dort nur in drei kleinen Beständen und auf zwei mexikanischen Inseln, und doch ist sie zu einem der weltweit am meisten gepflanzten Nutzholzbäume geworden.
Ein Baum des Nebelgürtels
Wilde Monterey-Kiefern wachsen nur an drei Orten in einem Küstennebelgürtel Zentralkaliforniens: einer in den Countys San Mateo und Santa Cruz, einer rund um Monterey und einer im San Luis Obispo County. Eine Varietät mit Nadeln zu zweit statt zu dritt wächst auf den Inseln Guadalupe und Cedros vor der mexikanischen Baja California. Der Botaniker David Don beschrieb die Art 1836 anhand von Exemplaren, die Thomas Coulter gesammelt hatte. Ihr Name, radiata, bezieht sich auf strahlenförmige Zeichnungen auf manchen ihrer Zapfen.
Neuseelands liebste Kalifornierin
Die Kiefer kam Ende der 1850er-Jahre versuchsweise nach Neuseeland. Die erste belegte Pflanzung erfolgte 1859 auf der Mt Peel Station in South Canterbury, und ihr schnelles Wachstum führte in den 1870er-Jahren zu Saatgutimporten aus Kalifornien. Im Forstboom der 1920er- und 1930er-Jahre wurde sie zur bevorzugten Art, weil sie auf vielen Bodenarten gut wuchs. Heute bedeckt sie etwa 1,6 Millionen Hektar, fast 90 % der Plantagenwälder des Landes.
Warum viele auf Neuseeland tippen
Neuseeländer nennen sie Radiata-Kiefer, ein Name, der ihre kalifornischen Wurzeln verbirgt, und dort wächst sie etwa siebenmal schneller als in den USA. Züchtung seit den 1950er-Jahren hat aus einem knorrigen Baum, der zu gegabelten Stämmen neigte, gerades, hohes Nutzholz gemacht. Radiata ist wahrscheinlich das weltweit am meisten in Plantagen gepflanzte Nadelholz, vor allem auf der Südhalbkugel. In ihrer Heimat sind ihre drei Wildbestände durch den Pechkrebs bedroht, eine Pilzkrankheit, die 1986 in Kalifornien entdeckt wurde.
Quellen: en.wikipedia.org ↗ · conifers.org ↗ · teara.govt.nz ↗ · envirohistorynz.com ↗