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Weihnachtsstern (Poinsettie)
Pflanze

Weihnachtsstern (Poinsettie): Woher kommt das?

Der Weihnachtsstern stammt von den Pazifikhängen Mexikos und Guatemalas, wo er als Strauch wild in tropischen Trockenwäldern wächst. Seine roten „Blütenblätter“ sind in Wahrheit Blätter, und seine Reise auf die weihnachtlichen Fensterbänke der Welt begann in den 1820er-Jahren mit einem US-Gesandten.

Ein Strauch der Trockenwälder

Wilde Weihnachtssterne wachsen von Mexiko bis ins südliche Guatemala, in einem rund 2.000 Kilometer langen Gebiet. Die meisten wilden Bestände leben an Hängen zum Pazifik hin in steilen Schluchten, im tropischen Trockenwald mittlerer Höhenlagen. Die Azteken kultivierten die Pflanze als Erste und gewannen daraus einen roten Farbstoff. Auf Nahuatl hieß sie cuetlaxōchitl, was die Gaceta der UNAM mit „Blume, die welkt“ übersetzt. Im heutigen Mexiko heißt sie nochebuena, die „Heiligabendblume“.

Wie Poinsetts Pflanzen nach Norden kamen

Joel Roberts Poinsett, 1825 zum ersten US-Gesandten in Mexiko ernannt, begann, womöglich schon 1826, Pflanzen nach Hause zu schicken, in seine Gewächshäuser in South Carolina und in den Bartram-Garten in Philadelphia. 1829 wurde die Pflanze auf der Philadelphia Flower Show als „eine neue Euphorbie mit leuchtend scharlachroten Hochblättern“ gezeigt. Eine genetische Studie von 2012 ergab, dass kultivierte Weihnachtssterne eine DNA-Kombination tragen, die nur bei Wildpflanzen aus dem Norden von Guerrero vorkommt, passend zur Überlieferung, dass Poinsett sie dort 1828 sammelte.

Warum viele auf Nordeuropa tippen

Zu Weihnachten füllen Weihnachtssterne Europas Wohnungen und Geschäfte, und 2018 zog Europa mehr davon als irgendwo sonst: rund 110 Millionen Pflanzen, gegenüber 50 Millionen in den USA, berichtet die Gaceta der UNAM. Nach Europa kam die Pflanze von Philadelphia aus, als der Edinburgher Gärtner Robert Buist sie in seine Heimat schickte. Doch sie ist eine tropische Pflanze, und kultivierte Weihnachtssterne sind kälteempfindlich. Ihre Blätter färben sich erst nach Wochen mit langen Nächten rot.

Quellen: en.wikipedia.org ↗ · profiles.wustl.edu ↗ · gaceta.unam.mx ↗

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