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Lederhose
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Lederhose: Woher kommt das?

Die Lederhose stammt aus den Alpen Bayerns und Österreichs. Hosen aus Leder trug man einst in ganz Europa, doch in diesen Bergen lebten sie als robuste Arbeits- und Jagdkleidung fort, und eine Trachtenbewegung ab den 1880er-Jahren machte sie zur Festkleidung.

Arbeitshosen für steile Hänge

Lederhosen reichen wahrscheinlich bis ins Spätmittelalter zurück, als man sie bei schwerer körperlicher Arbeit trug, weil Leder länger hielt als Stoff. In den bayerischen und österreichischen Alpen waren sie die Arbeitshose von Bauern, Flößern und Sennern. Die Alltagsform war dort über dem Knie abgeschnitten, was Arbeitern und Jägern an steilen Hängen mehr Bewegungsfreiheit gab; die erste schriftliche Beschreibung dieses Schnitts stammt von August Lewald, der 1835 das Tuxertal in Tirol besuchte.

Ein Lehrer rettet die Tracht

Tief in den Ostalpen blieben Lederhosen beliebt, doch am Rand des Gebirges kamen sie im Alltag immer mehr ab. 1883 gründete Joseph Vogl, Lehrer im oberbayerischen Dorf Bayrischzell, einen Verein zur Erhaltung der örtlichen Tracht; er und seine Freunde ließen sich bei Schneidern kurze Lederhosen nach alter Art anfertigen. Ähnliche Vereine, die Trachtenvereine, breiteten sich von München bis Salzburg und Wien aus. König Ludwig II. unterstützte sie, und adlige Jäger wie Prinz Luitpold zeigten sich stolz in Lederhosen.

Warum man die Schweiz sagt

Die Schweiz hat auch Anteil an den Alpen, doch die Lederhose ist die traditionelle Tracht Süddeutschlands, Österreichs, Südtirols und Sloweniens. Ihre bekannteste Bühne ist das Münchner Oktoberfest. 1910, zum hundertjährigen Jubiläum des Festes, leiteten Julius und Moritz Wallach einen Trachtenumzug; die beiden förderten schon früh Dirndl und Lederhose als Alltagsmode. Heute trägt man Lederhosen und Dirndl bei Oktoberfesten auf der ganzen Welt.

Quellen: en.wikipedia.org › Lederhosen ↗ · oktoberfest.de ↗ · en.wikipedia.org › Oktoberfest ↗

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