Neonfisch (Aquarienfisch): Woher kommt das?
Der Neonfisch stammt aus dem westlichen Amazonasgebiet, wo Brasilien, Peru und Kolumbien zusammentreffen. Seine leuchtend blauen und roten Streifen helfen ihm, in dunklen Waldbächen seinen Schwarm zu finden, und haben ihn zu einem der am häufigsten gehaltenen Aquarienfische der Welt gemacht.
Ein Fisch der dunklen Bäche
Der Neonfisch lebt im westlichen und nördlichen Amazonasbecken, im Südosten Kolumbiens, im Osten Perus und im Westen Brasiliens, in kleinen Bächen, die in den Solimões münden, den Oberlauf des Amazonas in Brasilien. Er bevorzugt saure Schwarzwasserbäche, lebt aber auch in Klarwasserbächen und fehlt in den Weißwasserflüssen. Er wird etwa 4 cm lang und frisst Würmer, kleine Insekten, Krebstiere und Pflanzenteile. Im dunklen Wasser helfen die leuchtenden Streifen den Fischen, einander zu sehen.
Nach einem Aquarianer benannt
Neonfische wurden 1936 erstmals aus Südamerika eingeführt und vom amerikanischen Ichthyologen George S. Myers beschrieben. Er nannte den Fisch Hyphessobrycon innesi, zu Ehren von William T. Innes, einem Verleger, den Myers später den bekanntesten und angesehensten Aquarianer der Welt nannte; die Art wurde später in die Gattung Paracheirodon gestellt. Seine Farben machten ihn zum Liebling der Heimaquarien, und heute werden in den USA jeden Monat etwa 2 Millionen verkauft.
Warum man an Südostasien denkt
Die meisten Neonfische, die in den USA verkauft werden, stammen heute aus Fischfarmen in Südostasien; weniger werden in Kolumbien, Peru und Brasilien wild gefangen. Im Heimaquarium ist ihre Zucht schwierig, denn sie brauchen gedämpftes Licht, sehr weiches, saures Wasser und viele Gerbstoffe, und eine kommerzielle Zucht im großen Stil gibt es in den USA nicht. So hat ein Neon aus der Zoohandlung oft eine Reise aus Asien hinter sich, obwohl seine Art aus dem Amazonasgebiet stammt.
Quellen: en.wikipedia.org › Neon tetra ↗ · fishbase.se ↗ · en.wikipedia.org › William T. Innes ↗ · doi.org ↗