Whence
Jasmintee
Getränk

Jasmintee: Woher kommt das?

Jasmintee stammt aus Fuzhou, der Hauptstadt der Provinz Fujian im Südosten Chinas. Die Stadt ist berühmt dafür, das Verfahren erfunden zu haben, Tee, meist grünen, mit frischen Jasminblüten zu aromatisieren, und sie heißt seit der Song-Dynastie „Stadt des Jasmins“.

Blüten, die sich nachts öffnen

Die Teeblätter werden im zeitigen Frühjahr gepflückt und gelagert, bis der Jasmin im Spätsommer blüht. Die Blüten, meist von Jasminum sambac, pflückt man tagsüber, solange sie noch fest geschlossen sind, und hält sie kühl. Wenn sie sich gegen neun Uhr abends zu öffnen beginnen, schichtet man sie mit dem trockenen Tee und lässt beides etwa einen Tag liegen, während die Blätter ihren Duft aufnehmen. Dann werden die Blüten entfernt und der Tee getrocknet; Spitzenqualitäten werden sechs- oder siebenmal aromatisiert.

Die Stadt des Jasmins

In China baut man Jasmin seit über 2.000 Jahren an. Nach den Chroniken von Fuzhou wurde er dort schon zur Zeit der Westlichen Han-Dynastie gepflanzt, und unter den Tang war die Gegend auch ein bedeutendes Teeanbaugebiet. Jasmin wächst in den Ebenen am Fluss und Tee an den Hängen darüber, in einer Landschaft, die in Stufen angelegt ist. 2014 nahm die Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) Fuzhous Jasmin- und Teekultur in die Liste der global bedeutenden Systeme des landwirtschaftlichen Erbes auf.

Warum man Thailand sagt

Jasmin ist in ganz Süd- und Südostasien beliebt. Jasminum sambac stammt ursprünglich aus Bhutan und Indien, es ist die Nationalblume der Philippinen, und in Thailand ist Jasmin das Symbol des Muttertags. Jasmintee wird auch anderswo hergestellt, etwa auf Okinawa in Japan und in Vietnam. Doch das Aromatisieren von Tee mit den Blüten begann als chinesisches Handwerk, und weit verbreitet war Jasmintee erst unter der Qing-Dynastie, als China begann, Tee in großen Mengen in den Westen zu exportieren.

Quellen: en.wikipedia.org › Jasmine tea ↗ · fao.org › en ↗ · fao.org › en ↗ · en.wikipedia.org › Jasminum sambac ↗

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