Cricket: Woher kommt das?
Cricket stammt aus dem Südosten Englands, höchstwahrscheinlich aus dem Weald, dem Waldland von Kent, Sussex und Surrey. Es begann offenbar als Kinderspiel, und der früheste sichere Beleg ist ein Gerichtsfall von 1598.
Schuljungen in Guildford
Im Januar 1598 verhandelte ein Gericht in Guildford, Surrey, einen Streit um ein Grundstück. Ein 59-jähriger Coroner, John Derrick, sagte aus, er und seine Freunde seien dort etwa fünfzig Jahre zuvor als Schüler der städtischen Freischule „herumgelaufen und hätten creckett und andere Spiele gespielt“. Das beweist, dass Schuljungen es um 1550 spielten. Sein wahrer Anfang ist unbekannt, doch Historiker setzen ihn früher an, wahrscheinlich in Kent, Sussex oder Surrey, zwischen den North Downs, den South Downs und dem Weald.
Vom Dorfanger in die Welt
Um 1610 spielten auch schon Erwachsene: Ein Gerichtsfall von 1640 erinnert an ein Spiel aus jener Zeit zwischen „the Weald and the Upland“ und „the Chalk Hill“ in Chevening, Kent, das früheste überlieferte Match überhaupt. Dorfmannschaften wurden immer zahlreicher, und nach 1660 machte der Adel Cricket zu einem großen Sport. Seine Regeln, die Laws, wurden 1744 erstmals niedergeschrieben, und der 1787 auf dem Platz Lord's gegründete Marylebone Cricket Club wurde ihr Hüter. Siedler und Seeleute brachten das Spiel nach Nordamerika, Westindien, Indien und Australien.
Warum viele auf Indien tippen
Cricket ist der beliebteste Sport Indiens, und seine Spitzenspieler sind Stars. Doch das Spiel kam mit den Briten: Seeleute der Ostindien-Kompanie brachten es in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts mit, und der früheste Beleg für Cricket in Indien stammt von 1721. Indien wurde 1932 Testnation und verlor seinen ersten Test in Lord's; die Weltmeisterschaft gewann es 1983 und 2011. Heute ist das Board of Control for Cricket in India der reichste Verband dieses Sports.
Quellen: en.wikipedia.org › History of cricket to 1725 ↗ · en.wikipedia.org › History of cricket ↗ · en.wikipedia.org › Cricket in India ↗ · britannica.com ↗