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Erdmännchen
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Erdmännchen: Woher kommt das?

Erdmännchen stammen aus dem trockenen, offenen Land des südlichen Afrikas, aus der Kalahari und der Karoo in Botswana, Namibia und Südafrika. Diese kleinen Mangusten leben in eng verbundenen Gruppen, die abwechselnd Wache halten und ihren Jungen sogar das Jagen beibringen.

Mangusten des trockenen Südwestens

Das Erdmännchen ist eine kleine Manguste, 24 bis 35 cm lang und leichter als ein Kilogramm. Es lebt im Südwesten Botswanas, im Westen und Süden Namibias und im Norden und Westen Südafrikas und reicht gerade noch in den Südwesten Angolas. Es bevorzugt trockenes, offenes Land mit wenig Gehölz und steinigem Boden, von den Ebenen der Kalahari bis zu den trockenen Flussbetten der Karoo, wo im Jahresmittel weniger als 600 mm Regen fallen. Die Gruppen suchen Schutz in Bauen, deren gleichmäßige Temperaturen sie vor extremer Hitze und Kälte bewahren.

Abwechselnd auf Wache

Erdmännchen leben in Gruppen von zwei oder drei bis etwa 40 Tieren. Ein dominantes Weibchen und ein dominantes Männchen zeugen über 80 % der Jungtiere, und andere Gruppenmitglieder helfen bei der Aufzucht. Während die übrigen nach Nahrung suchen, stehen einige auf einem sicheren Ausguck Wache und warnen mit scharfen, wiederholten Bellrufen vor Adlern, Falken und Schlangen. Einen festen Dienstplan gibt es nicht: Eine Studie von 1999 ergab, dass gut genährte Erdmännchen einfach öfter Wache halten, ein voller Magen macht also einen guten Wächter.

Unterricht mit Skorpionen

Erdmännchen fressen vor allem Käfer, Motten und Schmetterlinge, aber auch Eidechsen, kleine Vögel und Skorpione. 2006 zeigten Forscher aus Cambridge in der Kalahari, dass Erwachsene den Jungtieren beibringen, mit solcher Beute umzugehen. Helfer bringen jungen Tieren zuerst tote oder kampfunfähige Beute, wobei sie einem Skorpion oft den Stachel entfernen, und bieten mehr lebende Beute an, sobald die Bettelrufe der Jungen zeigen, dass sie heranwachsen. Zögert ein Jungtier, schubst der Helfer ihm die Beute zu.

Quellen: en.wikipedia.org ↗ · cam.ac.uk ↗ · doi.org › science.1128727 ↗ · doi.org › science.284.5420.1640 ↗

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