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Ahornsirup
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Ahornsirup: Woher kommt das?

Ahornsirup stammt aus dem Nordosten Nordamerikas, aus Québec und den umliegenden Waldgebieten. Indigene Völker der Region kochten als Erste Ahornsaft zu Sirup und Zucker ein, und heute produziert Québec allein rund 72 % des weltweiten Ahornsirups.

Saft im Tauwetter

Ahornbäume speichern über den Winter Stärke, und im späten Winter und frühen Frühling wird sie zu Zucker, der im Saft aufsteigt. Indigene Völker des Nordostens nutzten ihn lange vor der Ankunft der Europäer. Die Algonkin-Völker ritzten beim Tauwetter im Frühling V-förmige Kerben in die Stämme und leiteten den Saft über Schilfrohr oder Rinde in Tongefäße oder Körbe aus Birkenrinde. Sie ließen ihn in kalten Nächten draußen stehen, warfen das Eis weg, das sich obenauf bildete, und kochten den Rest dann in Tontöpfen ein.

Siedler lernen das Anzapfen

Indigene zeigten den ankommenden Kolonisten, wie man die Ahornbäume beim Tauwetter im Frühling anzapft, und 1680 gewannen bereits europäische Siedler und Pelzhändler Ahornprodukte, wobei sie Zapflöcher mit Bohrern bohrten, statt die Rinde einzuschneiden. Bis ins 19. Jahrhundert schätzte man den Ahorn vor allem als Zuckerquelle, denn Rohrzucker musste aus Westindien eingeführt werden. Um die Zeit des Amerikanischen Bürgerkriegs setzte sich in den USA der Rohrzucker durch, und die Produzenten verlegten sich auf Sirup.

Québecs Zuckerhütten

Bis in die 1930er-Jahre produzierten die USA den größten Teil des weltweiten Ahornsirups. Heute produziert Kanada mehr als drei Viertel davon, fast alles in Québec, wo die Produzenten mit Quoten arbeiten und ihr Verband sogar Sirupreserven hält. In einer Zuckerhütte, der cabane à sucre, werden 20 bis 50 Teile Saft eingekocht, um einen Teil Sirup zu gewinnen, der in Kanada mindestens 66 Prozent Zucker enthalten muss.

Quellen: en.wikipedia.org ↗ · americanindianmagazine.org ↗

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