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Huhn: Woher kommt das?

Das Huhn stammt aus dem Festland Südostasiens. Es geht vor allem auf das Bankivahuhn zurück, einen Wildvogel der Wälder dieser Region, und die ältesten bekannten Hühnerknochen, rund 3.500 Jahre alt, wurden in Ban Non Wat in Thailand gefunden.

Von den Feldern angelockt

Lange hielt man Hühner für viel älter: Frühe Vogelknochen aus Nordchina, die einst als die ersten Hühner galten, erwiesen sich bei einer neuen Untersuchung als Fasane. Eine Studie von 2022 prüfte Hühnerreste von rund 600 Fundstätten in 89 Ländern. Die ersten eindeutigen Hühnerknochen stammen aus der jungsteinzeitlichen Stätte Ban Non Wat und datieren auf etwa 1650–1250 v. Chr. Die Forscher vermuten, dass Reis- und Hirsefelder mit ihren Ernteresten wilde Bankivahühner in die Dörfer lockten.

Hinaus aus Südostasien

Von dort verbreiteten sich Hühner langsam. In Zentralchina, Südasien und Mesopotamien tauchten sie erst Ende des zweiten Jahrtausends v. Chr. auf. Den Norden Äthiopiens erreichten sie um 800–600 v. Chr., wahrscheinlich über das Rote Meer, und das europäische Mittelmeergebiet um 800 v. Chr. In Ägypten finden sich Hühnerknochen erst ab etwa 550 v. Chr., und die Hühnerhaltung nahm dort unter den Ptolemäern zu, nach 305 v. Chr. Über die Inseln Südostasiens und des Pazifiks brachten austronesische Seefahrer Hühner zusammen mit Hunden und Schweinen.

Warum viele auf Europa tippen

Europa lernte das Huhn spät kennen und scheint es zunächst eher verehrt als gegessen zu haben. Die frühesten europäischen Hühner tauchen als vollständige Skelette auf; Schlachtspuren an ihren Knochen erscheinen erst Jahrhunderte später. Die ersten Hühnerbilder Europas finden sich auf korinthischer Keramik des 7. Jahrhunderts v. Chr. Ende des 6. oder Anfang des 5. Jahrhunderts v. Chr. hatten Hühner den Oberrhein, das Donaubecken und den Südosten Englands erreicht, und unter dem Römischen Reich nahm die Zucht zu.

Quellen: en.wikipedia.org ↗ · pmc.ncbi.nlm.nih.gov ↗

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